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"Italienische Zuaständ" auf der Pfarrheimbühne
Laienspielgruppe der Kolpingfamilie spielt an vier Abenden
im März wieder Theater

 


Leni Huber, Manfred Bick, Andreas Weber, Fabian Obstbaum, Tobias
Hien und Evelyn Michl (stehend) freuen sich mit Eva-Maria Obstbaum,
Steffi Lederer, Melanie Würstl und Elisabeth Stettmer (sitzend) auf
die vier Aufführungen des Schwanks "Italienische Zuaständ".
Auf dem Bild fehlt Ludwig Reitinger jun.

 

Geiselhöring. Kolping spielt wieder Theater! Unter der Regie von Evelyn Michl probt die Laienspielgruppe der Kolpingfamilie seit November regelmäßig an zwei Abenden für den lustigen Dreiakter "Italienische Zuaständ" der bekannten Autorin Ulla Kling. An zwei Wochenenden im März wird das heitere Stück dann auf dem Bühne im Saal des Pfarrheims am Viehmarktplatz aufgeführt.

Der lustige Schwank spielt im Landgasthof Seeblick von Wirt Markus Moser, gespielt von Fabian Obstbaum. Dieser versucht angestrengt, seinen Koch Toni Ferstl (Tobias Hien) und die Küchenhilfe Kuni Zirner (Elisabeth Stettmer) auf den bevorstehenden Besuch des Restauranttesters vorzubereiten, um den vierten silbernen Schöpflöffel verliehen zu bekommen. Als dann die Gäste Cilly und Eberhard Pfeiffer (Eva-Maria Obstbaum und Manfred Bick) und Elise Glöcklein (Melanie Würstl) mit Nichte Ramona (Steffi Lederer) anreisen, kommt nicht nur "Leben in die Bude", sondern auch Ehestreit, Eifersucht und Missverständnisse.

Vollends drunter und drüber geht es dann, als sich der junge Italiener Angelo Pocelli (Andreas Weber) und dann auch noch seine Mama Teresa (Evelyn Michl) ungebeten einnisten und ungefragt das "Regiment übernehmen". Leni Huber unterstützt wieder als Souffleuse die Aufführungen, Ludwig Reitinger jun. kümmert sich erneut um die Bühnentechnik und die Requisiten. Kolpingmitglied Rudi Troppmann hat dem Bühnenbild noch eine für das Stück passend bemalte neue Rezeption hinzugefügt.

Das Theaterspielen hat in der Geiselhöringer Kolpingfamilie schon seit 1917 Tradition ­ mitten in den Wirren des Ersten Weltkrieges. Ende der 50-er Jahre war die große Ära des Kolpingtheaters: der unmittelbar vor seinem ganz deutschlandweiten Durchbruch stehende berühmte bayrische Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur Georg Lohmeier kam zu den Laienspielern nach Geiselhöring! Hier inszenierte er mit ihnen sein Stück "Der Pfarrer von Gillbach" und die Uraufführung von "Die Fremde". Für den Bayerischen Rundfunk drehte er auch seine beiden Fernsehfilme "Die 42 Heiligen" und "Blut am Boden" hier mit den Laienspielern der Kolpingfamilie und dem bekannten Bayrischen Staatsschauspieler Fritz Straßner. "Von Geiselhöring schwärme ich immer noch", schrieb Georg Lohmeier kurz nach seinem 80. Geburtstag einem Kolpingbruder nach Geiselhöring.

2007 konnte das Ensemble um Spielleiterin Evelyn Michl, die nach langjähriger Schauspielertätigkeit in der Gruppe erstmals die Regie übernahm, das 90-jährige Jubiläum feiern.

Um die Terminflut der vielen Vereine und Verbände im Advent zu umgehen, entschloss sich die Laienspielgruppe, heuer in der Fastenzeit zu spielen. Aufgeführt wird der heitere Dreiakter auf dem Bühne im Pfarrheimsaal, Viehmarktplatz 14, an den beiden Samstagen 7. und 14. März jeweils um 20 Uhr und an den Sonntagen 8. und 15. März je um 19 Uhr. Die Abendkasse ist eine Stunde vor Spielbeginn geöffnet. Der Kartenvorverkauf findet am 24. und 25. Februar und am 2. und 3. März von 18 bis 19.30 Uhr im Pfarrheim statt.

 

Bericht und Foto: Manfred Bick, Laber-Zeitung