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"Sei besiegelt mit dem Heiligen Geist"
55 jugendliche Katholiken empfingen
feierlich das Sakrament der Firmung

 

Die 55 Firmlinge freuten sich mit Dompropst Prälat Dr. Wilhelm
Gegenfurtner und mit ihren Pfarrern über das empfangene
heilige Sakrament

 

Geiselhöring. Das Sakrament der Firmung wurde am Samstag in der katholischen Stadtpfarrkirche Sankt Peter und Erasmus in Geiselhöring 55 Jugendlichen in einem festlichen Gottesdienst gespendet. Mit ihnen feierten ihre örtlichen Seelsorger Stadtpfarrer Dekan Josef Ofenbeck, Pfarrer i. R. BGR Josef Schmaißer, Pfarrer i. R. BGR Konrad Nesner (Wallkofen) und Pfarrer Claus Jendrysik (Sallach). In den Wochen und Monaten zuvor hatten sich die jungen Katholiken aus den Pfarreien Geiselhöring und Sallach und den Exposituren Hadersbach und Wallkofen umfassend auf diesen wichtigen Festtag vorbereitet und auch Firmnachmittage und Firmpraktika abgelegt. Im Auftrag des Bischofs von Regensburg kam Dompropst Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner als Firmspender in die Pfarrei. Unter der Leitung von Eberhard Greß bereicherte der Geiselhöringer Kirchenchor mit Organistin Eva Büttner den Festgottesdienst mit lebendiger Kirchenmusik.

In seiner jugendgerechten Predigt gab der Dompropst den Firmlingen drei empfohlene Eigenschaften des heiligen Paulus mit auf den Weg, mit denen das Leben eines Christen gelingen soll: "Wenn ihr euch untereinander gern habt, dann seid demütig, friedfertig und geduldig." Das Wort "demütig" bedeute in die heutige Sprache zerlegt, großen Mut zu haben, dienen zu können und auch andere und deren Meinung gelten zu lassen, erklärte der Prälat. Friedfertig zu sein verlange, nicht wegen jeder Kleinigkeit zu streiten oder "es tut gut, sich danach wieder die Hände zu reichen. Und geduldig zu sein heißt, sich Zeit zu lassen und auch einmal etwas zu überschlafen", da vieles am nächsten Tag anderes aussehe. Der Firmspender empfahl den Firmlingen, diese Eigenschaften zu pflegen: "Dann klappt auch das Miteinander." Als das größte Geschenk der Paten für ihre Firmlinge an diesem Tag bezeichnete Dr. Wilhelm Gegenfurtner die Symbolik der Handauflegung bei der Firmspendung: Der Pate verdeutliche dadurch: "Ich bin bei Dir." Der versammelten Gemeinde empfahl der Dompropst, Verantwortung als erwachsene Christen zu zeigen und somit, wie christliches Leben gelingen kann.

Mit den Worten "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den heiligen Geist", sprach Dompropst Gegenfurtner die Jugendlichen bei der Spendung des Firmsakraments persönlich jeweils mit ihren Vornamen an, während er ihre Stirn in Kreuzesform mit dem heiligen Öl salbte. Als Lektoren waren die Schüler auch aktiv in die heilige Messe eingebunden, brachten Brot und Wein zum Altar und zur Gabenbereitung auch einen Fußball, ein Handy oder eine Festplatte, die symbolisch für ihr Leben und ihre Zeit im Alltag stehen. In der Andacht mit Pfarrer i. R. BGR Josef Schmaißer in der Stadtpfarrkirche um 17 Uhr dankten die Firmlinge ihrem Herrgott für diesen wichtigen Tag im Leben eines Katholiken und erhielten als Begleiter für die Zukunft je eine Bibel, die Pfarrer Schmaißer zuvor mit den Firmandenken gesegnet hatte. Organist Sebastian Greß begleitete mit schwungvoller Musik die Dankandacht.

 

Bericht und Fotos: Manfred Bick jun., Allgemeine Laber-Zeitung.