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"Wir geben unseren Herrn Pfarrer nicht mehr her!"
Stadtpfarrer Dekan Josef Ofenbeck feierte
dankbar 25-jähriges Priesterjubiläum

 

Mit Stadtpfarrer Dekan Josef Obenbeck (Mitte) und sehr vielen Christen feierten Pfarrer BGR Franz Pfeffer (Aiterhofen), Pfarrer i. R. BGR
Konrad Nesner (Wallkofen), Festprediger Pfarrer i. R. BGR Josef Schmaißer, Pfarrer i. R. BGR Lorenz Hägler (Sulzbach-Rosenberg)
und der frühere Stadtpfarrer BGR Willibald Hirsch einen festlichen Dankgottesdienst

 

 

Im Namen aller kirchlichen Verbände und Gruppen der Pfarrei Sankt
Peter und Erasmus überreichte Andrea Fuß, die Sprecherin des Pfarrgemeinderates, ein neues Messgewand an Stadtpfarrer
Josef Ofenbeck

 

Neben für ihn stehenden Attributen, wie "Ratgeber, freundlich, richtungsweisend, nicht mehr wegzudenken, offenes Ohr für jeden, unvergleichlich", bekam Dekan Josef Ofenbeck von seinen vielen Ministranten auch einen Blumenstrauß überreicht

 

Mit einem heiteren Ständchen gratulierten die Kindergartenkinder mit
ihren Erzieherinnen vor der Stadtpfarrkirche dem Priesterjubilar und überreichten ihm zum Dank eine selbst gebastelte Kerze.

 

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Geiselhöring. (bi) Am vergangenen Sonntag feierte Stadtpfarrer Dekan Josef Ofenbeck inmitten seiner katholischen Pfarrei Sankt Peter und Erasmus mit seinen Verwandten, Priestern seines Lebensweges und sehr vielen Christen aus nah und fern mit großem Dank sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Den Festgottesdienst um 9.30 Uhr umrahmten der Kirchenchor unter der Leitung von Eberhard Greß und Organistin Eva Büttner mit festlicher Musik von Mozart bis Menschick. Als Festprediger begeisterte Pfarrer i. R. BGR Josef Schmaißer die versammelte Gemeinde. Zugleich feierte die Gemeinde an diesem Sonntag anschließend ihr Pfarrfest.

Der Platz vor der Stadtpfarrkirche war von vielen fleißigen Händen mit Blumen und Fahnen festlich geschmückt worden. Der Text des Blumenteppichs und des Evangeliums der Eucharistiefeier erinnerten an den Primizspruch des Priesters Josef Ofenbeck aus dem Johannes-Evangelium: "Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt, und ich habe euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt." Bei strahlendem Sonnenschein zog die Geistlichkeit mit der großen Ministrantenschar der Gemeinde zu Beginn der Messfeier in das mit Blumen, Kränzen und Birken geschmückte Gotteshaus ein, nachdem eine große Gruppe Kindergartenkinder unter Mithilfe ihrer Erzieherinnen dem Jubilar mit einem Ständchen und einer selbst gebastelten Kerze herzlich gratulierten, dankten und alles Gute wünschten.

Mit dem Priesterjubilar Stadtpfarrer Dekan Josef Ofenbeck feierten sein Vorgänger in Geiselhöring Stadtpfarrer i. R. BGR Willibald Hirsch (Schambach), Festprediger Pfarrer i. R. BGR Josef Schmaißer, Pfarrer i. R. BGR Konrad Nesner (Wallkofen), Pfarrer i. R. BGR Lorenz Hägler (Sulzbach-Rosenberg) und Pfarrer Franz Pfeffer (Aiterhofen, früher Straubing St. Elisabeth) die Heilige Messe. In den Pfarreien der zwei zuletzt genannten Priestern wirkte Dekan Ofenbeck seinerzeit als Kaplan. 1986 wurde der Diakon Josef Ofenbeck am 28. Juni von Bischof Manfred zum Priester geweiht, seine Primiz feierte er am 6. Juli 1986 in seiner Heimatgemeinde Langenerling.

"Wenn ein Glied ausgezeichnet wird, haben alle an seiner Freude teil", begann Pfarrer i. R. BGR Josef Schmaißer seine freudige Festpredigt mit den Worten des heiligen Paulus aus dem 1. Korintherbrief. "Unser Jubilar darf auf 25 Priesterjahre zurückschauen, die ihm der Herr geschenkt hat. Wenn Gratulanten aus nah und fern kommen und ihre Wertschätzung bekunden, dann sind auch wir, Deine Pfarrgemeinde, frohen Herzens dabei, wünschen Gottes Segen und danken mit Dir", stellte BGR Josef Schmaißer fest, der Dekan Josef Ofenbeck als verständlichen Freund, nicht als Chef erlebe.

Auf den dreiteiligen Sendungsauftrag aus der Liturgie der Priesterweihe ging BGR Josef Schmaißer näher ein: "Bedenke, was Du tust, ahme nach, was Du vollziehst und stelle Dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes." Nicht hohe theologische Gelehrsamkeit sei hier ausschlaggebend, sondern es sei entscheidend, ob ein Priester bereit sei, sich unter das Wort Gottes zu stellen, sei es gelegen oder ungelegen und es ungekürzt und unverfälscht weiterzugeben: "Diese Verpflichtung hat unser Jubilar zutiefst ernst genommen, das können wir alle bezeugen."

Auch einen Satz des Innsbrucker Altbischofs Stecher für Neupriester richtete Pfarrer Schmaißer an den Jubilar und seine Gemeinde: "Die Kirche vertraut Euch keinen Rennwagen und keine Privatlimousinen an, sondern einen Omnibus, ein Fahrzeug für alle, die an den Haltestellen des Lebens warten. Es lässt sich nicht aufzählen, was Du seit Deiner Kaplans- und Pfarrzeit im "Busunternehmen Gottes" für Gott und die Menschen gearbeitet hast. Anlass genug, Dank zu sagen! Der Dank, der unseren Pfarrer heute erfüllt, gilt nach Gott seinen verstorbenen Eltern und seiner frommen Familie, in der er aufgewachsen ist. Und nun gehen wir zum Altar und lasst uns Dank sagen, dem Herrn, unserm Gott!"

Nach den Fürbitten und der gemeinsamen Kommunionfeier wünschte Bürgermeister Bernhard Krempl im Namen der Stadt Geiselhöring und des Stadtrates alles Gute: "Sie sind jetzt fünf Jahre in unserer Stadt und haben bereits Spuren gelegt, die unverwechselbar und nur positiv für unsere Bürger sind: Ein Pfarrer zum Anfassen, einer von uns. Sie haben immer auch einen seelischen Rettungsschirm für jeden." Der Bürgermeister dankte auch für die gute Zusammenarbeit und war überzeugt, dass, wenn Kirche und Stadt gemeinsam für die Bürger da seien, dies sich positiv auf die hier lebenden Menschen auswirke.

Für alle kirchlichen Gruppen und Verbände der Geiselhöringer Pfarrei gratulierte und dankte stellvertretend Kirchenpfleger Josef Marterer: "Es ist schön, dass es Dich gibt und Du uns als Deine Pfarrei gewählt hast. Einen besseren Pfarrer hätten wir uns nicht wünschen können. Als Geschenk von uns bekommst Du eine neue Arbeitskleidung, nämlich ein Messgewand." Pfarrgemeinderatssprecherin Andrea Fuß überreichte es anschließend an den Priester. Auf heitere Weise beschloss Josef Marterer seine Rede mit einem Gedicht, dass auf das Leben und Wirken eines Pfarrers im Alltag anspielte und als Loblied auf Geiselhöring endete: "Bei uns hat es ein Pfarrer fein: Hier ist er Mensch, hier darf er’s sein!"

Für die Pfarrei Hainsbach-Haindling, deren Pfarradministrator Dekan Josef Ofenbeck auch ist, gratulierte Kirchenpfleger Johann Leipold, dankte für seine stete Freundlichkeit und Herzlichkeit und überreichte eine Fotocollage der Hainsbacher Pfarrkirche St. Johannes.

Die große Ministrantenschar der Pfarrei beglückwünschte ihren "Chef" mit einer etwas anderen Deutung des Satzes "Unser Pfarrer Josef Ofenbeck!", in dem sie jedem einzelnen Buchstaben dieser Wörter eine Eigenschaft ihres Seelsorgers zuordneten: "U" wie "unvergleichlich", "R" wie "richtungsweisend, "E" wie "einfühlsam", aber auch "C" wie "cooler Typ" bescheinigten ihm dabei seine "Minis" unter anderem und hielten dabei jeweils ein Schild mit dem betreffenden Buchstaben hoch. Das Ausrufezeichen am Satzende aber bedeutete: "Und wir geben unseren Herrn Pfarrer nicht mehr her!"

Anschließend versammelten sich die sehr vielen Christen im Garten des Pfarrheims am Viehmarktplatz zur Feier des traditionellen Pfarrfestes und so bot sich allen die Möglichkeit, ihrem Seelsorger persönlich zu gratulieren. Die musikalische Unterhaltung übernahmen mittags das Bläserquintett "Zu Fünft" und nachmittags die Band "AWESOMO" und sorgten so beide für gute Stimmung. Im Pfarrheim bereitete die frühere Kindergartenleiterin Walpurga Hitzler mit ihrer Kasperltheatergeschichte den kleinen Pfarrfestbesuchern eine schöne Zeit.

Eine feierliche Vesper beendete um 18 Uhr in der Stadtpfarrkirche den Dank- und Festtag. Stadtpfarrer Josef Ofenbeck schloss dabei alle Helfer und Mitarbeiter, besonders aber auch seine Tante Resi Ofenbeck, die ihm seit 22 Jahren als Pfarrhausfrau treu und fleißig zur Seite steht, in sein großes "Vergelt’s Gott" ein. Musikalisch gestalteten der Kirchenchor mit Dirigent Eberhard Greß, Organistin Eva Büttner und die Instrumentalisten ebenfalls dieses Abendgebet und bewiesen so ihre große Bandbreite an Kirchenmusik.

 

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Bericht und Fotos: Manfred Bick jun., Allgemeine Laber-Zeitung.