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"Slowenien - Geschenk Gottes an die Menschen"
Pilger- und Studienreise mit Stadtpfarrer Josef Ofenbeck
führte nach Oberkrain

 


Als Hauptzelebrant feierte Dekan Stadtpfarrer Josef Ofenbeck (Mitte)
mit Konzelebrant Pfarrer i. R. BGR Lorenz Hägler (rechts von ihm)
mit seinen Pilgerreiseteilnehmern in der St.-Ulrichs-Kirche in
Bovec eine festliche heilige Messe.

 


Stellvertretend für alle Pilger überreichte Pfarrer i. R. BGR Lorenz
Hägler die große Pilgerkerze, die der Pfarrkirche von Bovec
gestiftet wurde, an den örtlichen Kaplan, der sie auf dem
Altar feierlich entzündete.

 


Die Stadtführung durch die denkmalgeschützte Altstadt von Ljubljana
führte die Pilger um Dekan Josef Ofenbeck auch zum Rathaus,
vor dessen Platz, umgeben von historischen Gebäuden, ein großer
Obelisk steht.

 


Vor der Franziskanerkirche zeigte den Christen um Stadtpfarrer Josef Ofenbeck ein Bronzemodell Ljubljanas anschaulich die altehrwürdigen Kirchen und Häuser, Plätze und die Burg hoch über der Stadt.

 


Auf dem Vršič-Pass in 1.611 Metern Höhe, mitten im großen Triglav-Nationalpark, zeigten sich der Pilgergemeinde von Pfarrer Ofenbeck die ganze Schönheit der Natur und die atemberaubende Gewaltigkeit der Julischen Alpen.

 

Geiselhöring. (bi) Vom 14. bis 18. Juni führte eine Pilger- und Studienreise mit Stadtpfarrer Dekan Josef Ofenbeck und Pfarrer i. R. BGR Lorenz Hägler 40 Christen aus Stadt und Umland nach Slowenien. Diese fünf Tage des Betens und der Gemeinschaft, der Messfeiern in altehrwürdigen Kirchen, aber auch des Staunens inmitten Gottes faszinierender Schöpfung der Bergwelt Oberkrains wurden für die Pilger zu einem Seele berührenden und zu Herzen gehenden Erlebnis, das den Glauben bestärkte.

Dass sich die herrliche Natur Sloweniens nicht nur auf die hohen Berge über der Erde beschränkt, davon konnte sich die Pilgergemeinde in Postojna beim Besuch der "Adelsberger Grotten" überzeugen, die mit einer Gesamtlänge von 25 Kilometern die größte und meistbesuchteste Höhle Europas ist. Sie wird auch als "Karstphänomen der Karwanken" bezeichnet. Bereits bei der Einfahrt in die "Unterwelt der Berge" mit einer kleinen Bahn bot sich den staunenden Christen eine fast unwirkliche Märchenwelt aus Tropfsteinhöhlen, die vor Jahrmillionen entstand, durch Jahrtausende von Stalaktiten und Stalakmiten gebildet und geformt, aber erst 1818 entdeckt wurde. Als Überbleibsel der Urzeit überlebten hier sogar die farblosen Grottenmolche. Bei einem geführten Fußweg beeindruckten die vielen Pilger die Gewaltigkeit und enorme Größe dieser "unterirdischen Welt" mit riesigen Gewölben und tiefen Schluchten. In 80 Metern Tiefe und bei einer konstanten Temperatur von 8 Grad Celsius im "großen Konzertsaal" angekommen, feierte die Pilgergemeinde dort einen ergreifenden Gottesdienst: Die grandiose Akustik dieser größten Höhle vervielfältigte beim Singen die Zahl der Katholiken und war in weiten Teilen von "Gottes herrlichem Naturlabyrinth" zu hören. Nach dem sich die Christen beim anschließenden Mittagsmahl auch von den kulinarischen Köstlichkeiten Sloweniens überzeugen ließen, ging die Fahrt im Bus weiter zur berühmten großen Wallfahrtskirche Maria Hilf nach Brezje, wo die gläubig versammelte Pilgergemeinde mit Maria das Gotteslob feierte.

Eine uralte Legende besagt, dass Gott, als er die Welt erschuf, das schönste Stückchen auf der Erde für sich selber aufheben wollte – das Gebiet der Oberkrain. Als er aber sah, dass er die Slowenen übersehen hatte, wurde er traurig und schenkte ihnen sein eigenes Land. Aus einer Träne Gottes soll so der malerische See in Bled entstanden sein, bei dem die Pilgergruppe eine Pause einlegte und zu Fuß die idyllische Uferlandschaft erkunden konnte: Umgeben von Bergen thront hoch über dem Ort majestätisch die alte Burg, während im See eine romantische Insel mit einer alten Kirche wie ein kleines Juwel das faszinierende Naturpanorama schmückt. Aber auch das gotische Gotteshaus vor Ort lud etwas abseits der Seepromenade zum stillen Verweilen im Gebet ein.

Der dritte Tag der Pilger- und Studienreise begann mit einer Rundfahrt durch die Julischen Alpen. Beginnend im kleinen von Bergen umrahmten Ort Kranjska Gora, wo die Wallfahrer fünf Tage wohnten, ging es hinein nach Italien, über den Predilpass in den Triglav-Naturpark. In Bovec angekommen, feierten die Gläubigen mit Hauptzelebrant Stadtpfarrer Josef Ofenbeck in der Kirche des Heiligen Ulrich festlich die Eucharistie, während zugleich die große Pilgerkerze durch die Bankreihen gereicht wurde, auf die alle symbolisch ihre Anliegen und Sorgen, Gebete und Dank legen konnten. Stellvertretend für alle Teilnehmer überreichte Pfarrer Lorenz Hägler die Pilgerkerze an den örtlichen Kaplan, der sie am Altar entzündete.

Anschließend wurde ein Abstecher zum nahen Wasserfall unternommen. Auf der Weiterfahrt durch herrliche Landschaft inmitten bewaldeter Berge erreichten die Wallfahrer eines der schönsten Alpentäler: das Isonzo-Tal, durch das mit ihrem türkisblauem, klaren Wasser die Isonzo rauscht. Das Trenta-Museum vor Ort schilderte anschaulich in Bildern, Grafiken und einem Model des Triglav-Nationalparks die Geschichte, aber auch die Gegenwart des 84.000 Hektar großen und einzigen Naturreservats Sloweniens: Es zeigte Tiere der Bergwelt, berichtete aber auch gleichzeitig vom Leben der Menschen damals durch alte Möbel, Häuser und Arbeitsgeräte. Ein Multimedia-Film im Museums-Kino zeigte die ganze Schönheit der geschützten Natur, inmitten derer im 1. Weltkrieg noch heftigste Kämpfe stattfanden. 900 Höhenmeter hinauf ging es dann mit den Bussen über Serpentinen auf den spektakuläre Vršič-Pass auf 1.611 Meter Höhe, von wo aus sich ein wunderbarer Ausblick auf das gigantisch weite Gebirgsmassiv der Julischen Alpen bot. Die Tanzvorführung einer oberkrainischen Folkloregruppe mit Musikanten in traditioneller Tracht bildete einen unterhaltsamen Abend in Kranjska Gora.

Am Freitag, den 17. Juni, führte die Pilger- und Studienreise in die Hauptstadt Sloweniens nach Ljubljana mit seinen 280.000 Einwohnern, dessen deutscher Name früher Laibach war: Dieser vorletzte Tag der Slowenienreise begann mit der Feier einer Heiligen Messe im großen, altehrwürdigen Dom St. Nikolai. Zum geführten Stadtrundgang am Nachmittag zeigte sich die sehenswerte, alte Bischofsstadt von ihrer besten Seite: Ljubljanas denkmalgeschützte Altstadt wirkt wie eine österreichische Stadt, gehörte sie doch bis 1918 zum habsburgischen Kaiserreich, zeigt sich aber zugleich in mediterranem Flair. Ein Bronzemodell der Stadt gab einen praktischen Überblick, um die Innenstadt selbst zu erkunden oder in einzelnen geführten Gruppen: So konnten durch prächtige Straßen und Plätze, aber auch durch malerische oder verwinkelte das Rathaus, die Philharmonie, das Puppentheater, der „Drei-Brücken-Platz" am Ufer der Ljubljanica, das erzbischöfliche Palais in dem einst sogar Napoleon einquartiert war, der Markt und viele weitere sehenswerte historische Orte besichtigt und bestaunt werden: Über allem wacht erhöht die imposante Burg aus dem 12. Jahrhundert. In der großen barocken Franziskanerkirche Maria Verkündigung am Prešerenplatz trafen sich dann um 15 Uhr wieder alle Teilnehmer zu einer gemeinsamen besinnlichen Andacht. Eine Busrundfahrt, die auch über die bekannte Drachenbrücke führte, rundete die beeindruckende Stadtbesichtigung Ljubljanas ab.

Zum Dank für diese erbaulichen Tage des Glaubens und der Gemeinschaft, der festlichen Gottesdienste umrahmt von Gottes beeindruckender Schöpfung, feierten die Teilnehmer der Pilger- und Studienreise mit Dekan Josef Ofenbeck und Pfarrer Lorenz Hägler in der Maria-Himmelfahrts-Kirche in Kranjska Gora, die auch „Maria am weißen Kies" genannt wird, am fünften und letzten Tag eine feierliche, ergreifende Dankandacht. Während der Heimreise über Jesenice dankte die Pilgergemeinde ihrem Herrgott durch Gebet und Gesang für diese herrlichen, unvergesslichen Tage.

 

Bericht und Foto: Manfred Bick jun., Allgemeine Laber-Zeitung.